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Gewalt: Friedensweg

 

 

Aufgabe 1: Friedensweg

 

Was muss man vermeiden, um Eskalation eines Streits zu verhindern?

 

Schreibt oben auf die Tafel: "Konflikt" / "Auseinandersetzung"  oder ähnliche Worte und - schreibt unten auf die Tafel: "Einigung" / "Friede" oder ähnliche Worte.

Zwischen Konflikt und Frieden nennt Erfahrungen, wie man Eskalation des Streites verhindern kann.

 

 

Aufgabe 2: Überlegung

 

Bevor Ihr den folgenden Friedensweg anseht, überlegt:

Muss man manchmal streiten?

Kann Streit auch sinnvoll sein?

Ist es immer gut, nachzugeben?

 

 

Aufgabe 3: Vergleicht Euren Weg zum Frieden mit dem folgenden Vorschlag

 

Im Buch über das Gleichnis vom Verlorenen Sohn (Fenske: "Ein Mensch hatte zwei Söhne") findet sich auf Seite 94 der Vorschlag für einen Friedensweg.

 

 

Der Friedensweg

 

1. Station:

Streit dreht sich häufig um eine Angelegenheit, die auch sachlich geregelt werden kann. Wie kann die sachliche Regelung aussehen?

 

2. Station:

Im Streit kommen häufig Dinge zur Sprache, die mit dem eigentlichen Thema gar nichts zu tun haben („immer machst du ..."). Diese Vorwürfe sollten vermieden werden!

 

3. Station:

Beleidigungen haben in zwischenmenschlichen Beziehungen nichts zu suchen!

 

4. Station:

Streit hat häufig Ursachen, die nicht im Sachproblem liegen: Man ist müde und hungrig, man hat auf anderen Ebenen Stress ... Wenn man das vom Gegenspieler weiß, kann man leichter den Mund halten.

 

5. Station:

Immer das letzte Wort haben zu wollen, erschwert das Beenden des Streits.

 

6. Station:

Streit ist oft ein Machtkampf. Hühner hacken aufeinander herum, um ihre soziale Position zum Ausdruck zu bringen; Hirschkäfer werfen einander von Zweigen; Hir­sche klappern mit dem Geweih, Affen und Menschen machen meist ein großes Geschrei. Der Mensch kann aber auch anders!

 

7. Station:

Streit wird nicht dadurch vermieden, dass man sofort klein beigibt. Zorn staut sich auf und kann irgendwann nur noch explodieren.

 

8.Station:

Streit um eine Sache muss nicht zum Kampf gegen eine Person führen!

 

9. Station:

Bei manchem Streit hilft ein Vermittler.

 

10. Station:

Nach dem Streit sind wichtig: Versöhnung und Vergebung.

 

11. Station:

Aus Streit kann man lernen, es nächstes Mal besser zu machen.

 

12. Station:

Man sollte auch bedenken, wie albern mancher Streit von außen wirkt! Das ist heilsam.

 

 

Aufgabe 4: Male einen Weg, an dessen Rand 12 Bäume stehen. Auf die Bäume schreibe eine der Zahlen des vorangegangenen Friedensweges. Den Satz, der dir in der jetzigen Situation besonders wichtig ist, schreibe in den Baum mit der jeweiligen Zahl hinein und schmücke den Baum besonders - vielleicht mit Obst in den Zweigen, mit bunten Blättern, am Stamm ein Eichhörnchen, am Fuß des Stammes schöne Blumen...

 

 

Gottes Geist und Friedensweg

 

Der Heilige Geist ist der Geist Gottes, der uns mit Gott verbindet. Wir Menschen haben einen Geist: Wir haben die Fähigkeit, etwas wahrzunehmen, etwas zu beurteilen, über etwas nachzudenken, wir erinnern uns, planen, wir beobachten unser Verhalten. All das gehört zu unserem "Geist". Gottes Geist können wir Menschen bekommen - wir können im Geist Gottes unser Leben führen. Das heißt: Wir handeln im Sinn des Geistes Gottes. Paulus schreibt über das, was der Geist in uns hervorbringt:

Liebe

Freude

Frieden

Geduld

Freundlichkeit

Güte

Treue

Besonnenheit

Selbstbeherrschung.

(Galaterbrief Kapitel 5)