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Spiel: Anfänge des Christentums

 

Male auf ein DIN A4 Blatt einen Christen-Erkennungsfisch. Auf dem Blatt verteilt ihr 9 Ereignisfelder und zwischen den Ereignisfeldern ca. 5-8 weitere Felder. Das Spiel beginnt mit Start und endet mit Ziel. (Spielkonzept: Wolfgang Fenske) (Die folgenden Angaben sind überwiegend legendarisch, geben aber Situationen, Ängste, Hoffnungen der Erzählergenerationen wieder:)

 

Ereignisfeld

1.       Lies die Geschichte vor und rücke zwei Felder vor, weil Tatjana standhaft geblieben ist.

 

Tatjana von Rom war die Tochter eines römischen Konsuls. Sie wurde heimlich Christin und hat sich taufen lassen. Ihre Freundin hat sie verraten und sie wurde ins Gefängnis geworfen. Ihr Vater wollte sie retten und Tatjana bekam die Chance, wieder Heidin zu werden und dazu sollte sie in einem Apollo-Tempel diesen heidnischen Gott anbeten. Doch statt in dem Tempel zu dem heidnischen Gott zu beten, betete sie zu dem wahren Gott der Christen und die Götterstatuen fielen zusammen. Tatiana wurde gefoltert und im Jahr 200 (?) enthauptet. Vorher betete sie aber wie Jesus für ihre Feinde.

 

2.       Gib die Geschichte mit eigenen Worten wieder und die Gruppe darf entscheiden, ob du einmal aussetzen musst.

 

3.       Lies die Geschichte vor und krabble dann aus Angst eine Spielrunde unter den Tisch.

 

Justin ist in einer heidnischen Familie geboren und war ein begeisterter Anhänger der Philosophie. Er dachte über die Götter und die Welt nach. Er lernte bei vielen philosophischen Lehrern – aber irgendwie war er mit seinem Leben unzufrieden. Es fehlte ihm irgendetwas. Als er an einem Strand entlang ging, begegnete ihm ein alter Mann, der ihm etwas über Jesus Christus erzählt hat. Darüber wollte Justinus nun mehr wissen und las alles, was ihm in die Hände kam über Jesus und befragte Jesus-Anhänger: Was war das für ein Mann, dieser Jesus? Und er begann Bücher zu schreiben über die verschiedenen Aussagen über Jesus und wurde selbst ein Nachfolger. Er gründete eine Schule in Rom und lehrte dort Philosophie und christlichen Glauben. Es kam ein Herrscher an die Macht, der Angst davor hatte, dass die Christen das Römische Reich zerstören könnten und verfolgte sie sehr. Justin protestierte gegen die Christenverfolgung und wurde mit sechs seiner Schüler um das Jahr 167 festgenommen und enthauptet.

 

4.       Lies die Geschichte vor – du freust dich über den Ausgang, gehst zu einem anderen Spielertisch und schüttelst ihnen fröhlich die Hand, weil Christophorus Jesus gefunden hat.

 

Christophorus hieß ursprünglich Reprobus oder Offerus. Er war groß und stark und aggressiv. Die Menschen hatten Angst vor ihm und er genoss das und sagte: Ich will nur für den stärksten Herrscher der Welt arbeiten. Da ging er zu dem König. Der König gestand dem Reprobus jedoch, dass er Angst vor dem Teufel habe. Da sagte sich Retrobus, dann will ich dem Bösen dienen und er diente einem schwarzen Ritter und seiner bösen Schar. Als er beim Teufel war, erkannte er, dass der Teufel Angst vor Jesus Christus hatte. Und Reprobus suchte Jesus Christus, fand ihn aber nirgends. Reprobus kam an einen Fluss. Der Fährmann war alt und sagte dem Reprobus: Was rennst du immer hinter Jesus her – vielleicht kommt er einmal an diesen Fluss! Und Reprobus blieb, übernahm dessen Job und brachte die Menschen von einem Ufer zum anderen. Doch immer wieder sagte er: Ich will Jesus finden. Eines Nachts kam ein Kind und wollte auf die andere Seite getragen werden. Da lachte Reprobus, nahm das Kind auf die Schulter und stapfte los. Doch das Kind wurde immer schwerer und schwerer, Reprobus begann zu wanken und zu schwanken. Am anderen Ufer angekommen, setzte er das Kind auf dem Boden. Und es sagte: Ich bin Jesus, den du gesucht hast. Mit mir hast du die Last der Welt getragen. Ab diesem Zeitpunkt nannte sich Reprobus Christophorus, Christus-Träger. Er verbreitete die Lehre des Christentums und wurde um 250 hingerichtet.

 

5.       Lies die Geschichte vor. Geh zum Fenster und schaue eine Spielrunde lang hinaus und denke darüber nach: Finde ich das Verhalten von Barbara gut? Warum nicht? Warum?

 

Barbara ist eine junge Frau, die den christlichen Glauben entdeckte und Jesus sehr wichtig genommen hat. Sie wurde Christin. Ihr Vater erfuhr, dass seine eigene Tochter Christin geworden ist. Er wollte ihr im Guten den Glauben ausreden. Doch sie ließ sich nicht beirren. Dann sperrte er sie in einen Turm, weil er dachte, dann wird sie schon zur Besinnung kommen. Und der Vater bestrafte sie immer mehr: Er ließ ihr weniger Essen bringen, sie musste Kälte, Durst und Schläge ertragen. In dieser Zeit blieb sie im Glauben tapfer – und entdeckte einen vertrockneten Blütenzweig. Sie verzichtete auf das kostbare Wasser für den Tag und stellte den Zweig in das Wasser. Der Zweig begann zu blühen und war ihr Trost mit Blick auf das ewige Leben. Heute schneiden Menschen am 4. Dezember einen Kirschzweig von den Bäumen - und er fängt in wenigen Wochen an zu blühen. Als Erinnerung an die leidende Barbara und die verfolgten Christen wird er Barbarazweig genannt. Barbara selbst blieb dem Glauben treu und wurde, so die Legende, von ihrem eigenen Vater enthauptet, nachdem sie von einem Gericht zum Tode verurteilt worden war.

 

6.       Lies die Geschichte vor und male während die Würfelrunde weitergeht für jeden der Gruppe einen Erkennungs-Fisch als Zeichen der Hoffnung – so schön du kannst.

 

Sabina von Rom war wohlhabend und hatte viele Sklaven und Sklavinnen. Eine der Sklavinnen war Seraphia. Sie war Christin, doch Sabina wusste das nicht, sondern ihr fiel nur auf, dass diese Sklavin sich besonders gut verhielt. Sie war freundlich, zuverlässig und geduldig. Dieses Verhalten fand Sabina klasse und wollte wissen, warum sie sich so gut, so anders als all die anderen verhalten würde. Seraphia erzählte ihr von der Liebe Jesu und nahm Sabina mit zu den Gottesdiensten, die Christen heimlich in den Katakomben feierten. Sabina wurde Christin und ließ sich taufen. Während der Christenverfolgung wurde Seraphia festgenommen, und weil sie trotz allem am Glauben festhielt, wurde sie zu Tode geprügelt. Sabina wurde auch festgenommen. Der Richter versuchte, sie wieder zu den Göttern zurückzuführen. Doch auch sie blieb standhaft und wurde irgendwann vor 138 enthauptet.

 

7.       Lies die Geschichte vor und schreibe mit den anderen fünf gute Verhaltensregeln auf.

 

Benedikt ist im Jahr 480 geboren worden. Seine wohlhabenden Eltern schickten ihn schon als Jungen zum Studium nach Rom. Die Mitstudenten denken kaum ans Studieren, sie besaufen sich, raufen sich, krakeelen herum – das ganze unmoralische Verhalten gefällt Benedikt nicht. Er zieht sich in die Einsamkeit zurück. Er wird entdeckt und Mönche eines nahegelegenen Klosters überreden ihn, im Kloster zu leben. Doch diese Mönche lebten nicht viel anders als die Studenten und dachten überhaupt nicht viel an Jesus Christus, dem sie doch dienen wollten und wollten ihn gar vergiften. Benedikt geht wieder in die Einsamkeit. Dann kommen zu ihm junge Männer, die auch fromm leben wollten, und er gründete mit ihnen ein Kloster in seinem Sinn. Er legt Regeln fest, damit das Zusammenleben so gelingt, wie es Gott gefällt. Das Motto der Benedikt-Regel war: Bete und arbeite. Viele Klöster haben bis heute diese Regeln übernommen. Benedikt starb während eines Gebets.

 

8.       Lies die Verhaltensregeln vor und setze eine hinzu. Wenn die Nachbar-Gruppe sie gut findet, darfst du noch einmal würfeln.

 

9.       Lies die Geschichte vor und male während der nächsten Runde ein Glückskleeblatt.

 

Patrick ist 385 in England geboren und wächst als Christ auf. Als er als 16jähriger am Strand entlanggeht, wird er von Piraten entführt und in Irland als Sklave verkauft. Der Sklavenhalter behandelt ihn schlecht, wie alle seine Sklaven. Er war als Hirte eingesetzt und besann sich auf Gott, versuchte, sein Leben so zu verändern, dass es Gott gefiel. Nach sechs Jahren hörte er im Traum eine Stimme,  die ihm sagte, ein Schiff würde ihn heimbringen. Dann floh er. Er kam nach Frankreich und wurde dort zum Priester geweiht und dann vom Papst – oder erneut durch eine Stimme im Traum – als Missionar nach Irland geschickt. Dort half er vielen Menschen mit Wort und Tat. Mit dem dreiblättrigen Kleeblatt hat er den Iren die Dreieinigkeit Gottes erklärt. Darum gilt es in Irland als Glückssymbol.